Rückblick Inno4Wood: Das erste Barcamp für die Forst- und Holzbranche

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Rückblick Inno4Wood: Das erste Barcamp für die Forst- und Holzbranche

Die Inno4wood, das deutschlandweit erste Barcamp für die Forst- und Holzbranche, wurde vergangene Woche in der Hochschule Kempten im Allgäu ausgetragen. Unter dem Motto „Holz trifft Digital“ trafen am 10. und 11. Mai 2019 insgesamt ca. 220 Holzprofis (Förster, Schreiner und Säger) auf Digitalexperten, IT-Spezialisten, Digital Natives und Programmierer. Christoph Krause, Leiter des KDH Schaufensters Prozessdigitalisierung moderierte die zweitägige Veranstaltung.

Was ist eigentlich ein Barcamp?
Eine geplant ungeplante Konferenz. Es gibt zwar einen Zeitrahmen, aber die darin enthaltenen Session-Slots werden von den Teilnehmern selbst gefüllt. Nach einer Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer erfolgt die Session-Planung. Dabei steht jedem die Möglichkeit zu, bestimmte Fragestellungen oder einen Workshop anzubieten. Ob und wie viel Interesse an dieser Session besteht wird direkt mittels Handzeichen geklärt. Innerhalb der Session-Länge von 60 Minuten wird nun diskutiert und sich ausgetauscht. Natürlich kann zwischen den einzelnen Sessionen gewechselt werden. Wichtig bei einem Barcamp sind nicht die Endergebnisse, sondern die Anstöße an das jeweilige Thema und der Kontakt und Austausch mit den Diskussionspartnern untereinander in einem lockeren Umfeld.

Auf der Inno4Wood fanden an den beiden Veranstaltungstagen insgesamt in den Seminar- und Hörsälen der Hochschule 41 Sessions zu Themen wie Handwerkerstolz "zwischen Tradition und Innovation", mobile Zeiterfassung, der Gebrauch von künstlicher Intelligenz oder wie man den Weg zum papierlosen Büro richtig bestreitet, statt. Die 60-minütigen Veranstaltungen spiegelten die Bereitschaft der TeilnehmerInnen, das Holzcamp aktiv mitzugestalten und eine Veränderung in der Wertschöpfungskette der Holzverarbeitung anzustoßen, deutlich wider.

Der Enthusiassmus und die rege Beteiligung blieben über beide Tage hinweg erhalten. Das bunt gemischte Publikum – von jungen Startup-Gründern bis hin zu den Altmeistern, die ihre Unternehmen bisher analog führten und jetzt in die Welt der Digitalisierung ein- und umsteigen wollen, konnte sich auch am zweiten Tag noch über neuen Input freuen. Die Live-Präsentation einer digitalen Oberfräse und das Internet der Dinge im Holz am Beispiel einer Tischlerei, die Sensorik zur Messung der Holzfeuchtigkeit einsetzt, zählten mit zu den Highlights.

Im Rahmen des Barcamps konnten innerhalb der zwei Tage sowohl die betrieblichen Fragen der "Hölzernen" beantwortet, als auch wichtige Impulse für die "Digitalen" gesetzt werden.

Meike Breitfeld, Holzbotschafterin der Inno4Wood, freut sich bereits auf ein, hoffentlich, zweites Holzcamp im nächsten Jahr. „Richtig viele großartige Themen und pure Begeisterung der Teilnehmer.“, sagte sie mit einem glücklichen und zufriedenen Lächeln im Gesicht. „Es schreit förmlich nach einer Wiederholung.“

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