Unsere Projekte

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Unsere Projekte

Die eigenen digitalen Sinne entwicklen

Christoph Krause

© Christoph Krause

Im Rahmen dieses Projektes erfolgt der Aufbau einer Netzinfrastruktur auf Basis der LoraWan-Technologie um die zu verarbeitenden Sensordaten der Tischlerei flächendeckend transportieren zu können. Der Meisterbetrieb kreiert und fertigt individuelle Massivholztreppen und Möbelstücke und möchte mit diesem Schritt seine Prozesse nachhaltig optimieren.

Herausforderung

In der digitalisierten Zukunft wird jeder Bereich unseres Lebens, von unserem Zuhause über die Autos und die Straßen, die wir auf dem Weg zu unser Arbeit nutzen, bis hin zu unserem Arbeitsplatz, mit Geräten ausgestattet sein, die mit dem Internet verbunden sind und uns das Leben erleichtern werden. Diese neue Verbindung zwischen der digitalen und echten Welt, das Internet der Dinge, wird die Art wie wir leben und arbeiten signifikant verändern. Geräte können etwa selbständig feststellen, ob sie gewartet werden müssen oder wann sie kaputt gehen werden, um dann den Besitzer oder direkt den zuständigen Handwerker zu benachrichtigen.

Ziele

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines möglichen Nutzerszenarios zur Prozessoptimierung anhand von IoT-Daten im Tischlerhandwerk. Anhand relevanter Daten aus der Verarbeitung von Echthölzern sollen Informationen unterschiedlicher Orte in administrative Prozesse überführt werden. Hierzu gilt es geeignete Sensoren, Netze und Verwertungsplattformen zu testen und als ganzheitlicher Prototyp umzusetzen.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit einem studentischen Team des EoT-Labs der Universität Koblenz werden in Vorort-Dialogen für eine Tischlerei tragfähige Nutzungskonzepte auf Basis von Sensordaten entworfen. Gleichzeitig erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk der Aufbau einer Netzinfrastruktur auf Basis der LoraWan-Technologie um die Sensordaten flächendeckend transportieren zu können. Beispielhaft soll anschließend eines der Szenarien umgesetzt werden. Hierzu sollen von einer Baustelle der Tischlerei relevante Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Holzfeuchtigkeit erfasst, transportiert und auf einem Dashboard ortunabhängig sichtbar gemacht werden.

Ausblick

Am Ende des Projektes soll eine regionale Infrastruktur als Basis für IOT Projekte des Handwerks etabliert werden. Ohne solch eine Netzstruktur und solch einer intuitiven Verwertungsplattform werden digitale Geschäftsmodelle auf der Basis des Internets der Dinge im Handwerk nicht umsetzbar sein.

Projektstatus

95%

Projektlaufzeit

Februar 2017 – Oktober 2018

Ansprechpartner

Lukas Wieberg

Handwerkskammer Koblenz
Schaufenster Prozessdigitalisierung
August-Horch-Str. 6-8
56070 Koblenz

Tel: +49 (0)261 398-586
Mail: Lukas.Wieberg@hwk-koblenz.de

Einführung eines digitalen Prozessmanagements im Handwerk

Christoph Krause

© Christoph Krause

Mit zwei kooperierenden Dachdeckerbetriebe, mit 17 bzw. 18 Mitarbeitern, wird derzeit ein integriertes Prozessmanagement- System zur Einführung eines digitalen Workflows zur Unterstützung des Projektmanagements sowie des Customer-Relationship-Management (CRM) entwickelt.

Herausforderung


Im Dachdeckerhandwerk folgen die Abläufe der Projektplanung und Durchführung sowie der Kundenkommunikation häufig vergleichbaren Schemata. Jedoch sind diese Prozesse nur selten in Prozessmodellen dokumentiert und es gibt kein System welches eine Abarbeitung der einzelnen Prozessschritte in gleichbleibender Qualität gewährleistet und insbesondere überwacht. Einzelne, stetig wiederkehrende Prozessschritte der Planung und Durchführung erfolgen deshalb trotzdem stellenweise „auf Zuruf“ und ohne klare Rollenzuteilung. Dies wiederum erschwert die Projektüberwachung- und steuerung sowie einen transparenten Projektverlauf mit festen Terminen im Sinne des Kunden.

Ziele

Im Rahmen einer grundlegenden Prozessoptimierung sollen automatisierte Prozesse dazu beitragen, die Datenverfügbarkeit und Kommunikation digital zu optimieren sowie die Bearbeitungszeiten und Arbeitsschritte mittels digitaler Technologien zu reduzieren. Der Fokus liegt in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, aus Entwicklersicht beständige Prozessabläufe mit klarer Rollenzuteilung zu erarbeiten, welche dennoch die Arbeitsrealität eines mittelständischen Unternehmens abbilden können.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit den Unternehmen werden zunächst drei Prozessworkshops durchgeführt, um gemeinsam die relevanten Prozesse aus Projektplanung, Projektdurchführung und Projektabnahme iterativ zu beschreiben und fachlich zu optimieren. Gearbeitet wird hierbei mit dem ISO-Standard der Prozessmodellierung, BPMN 2.0 (Business Process Model and Notation). Dieser Standard eignet sich zum einen für die Überführung in ein ausführbares Prozessmodell und zum anderen für die Definition von Anforderungen an IT- und Software-Systeme. Ziel ist es, sämtliche Prozesse und die Systemlandschaft der Unternehmen in eine sogenannte Prozess-Engine zu integrieren, um so einen qualitativ stets hochwertigen und gleichbleibenden Prozess gewährleisten zu können. Die Prozess-Engine weist den Mitarbeitern über eine Oberfläche ihre Aufgaben zu und koordiniert deren Ausführung mit Hilfe eines Ampelsystems. Zudem spricht die Prozess-Engine die sonstigen sich im Unternehmen befindlichen IT-Systeme und Softwares, z. B. das ERP-System, an und löst die gewünschten Services und Datenübertragungen aus. Der Betriebsinhaber oder Projektleiter kann die Zuteilung der einzelnen Rollen, die Aufgabenfristen u. ä. jederzeit anpassen. Die Projekte und Prozesse bleiben so agil und flexibel.

Ausblick

Durch die entstehende Transparenz und den komprimierten Blick auf den Projektstand, können die Unternehmen ihre Projekte besser steuern sowie den Kunden besser in den Prozess einbeziehen. Dies geschieht beispielsweise indem im Prozess festlegt wird, dass nach Abschluss einzelner Projektschritte automatisiert eine Nachricht an den Kunden versendet wird oder über das mobile Endgerät des Mitarbeiters eine Arbeitsanweisung automatisch angezeigt wird, die ihn zum Anfertigen einer kurzen Fotodokumentation sowie zur Übermittlung an den Kunden auffordert.

Projektstatus

95%

Projektlaufzeit

April 2017 – Oktober 2018

Ansprechpartner

Lukas Wieberg

Handwerkskammer Koblenz
Schaufenster Prozessdigitalisierung
August-Horch-Str. 6-8
56070 Koblenz

Tel: +49 (0)261 398-586
Mail: Lukas.Wieberg@hwk-koblenz.de

Projektbeschreibung

Vom 3D Druck zum neuen Geschäftsmodell

Christoph Krause

© Christoph Krause

Die Traditions-Konditorei beschäftigt 12 Mitarbeiter und fertigt seit fast hundert Jahren hausgemachte Torten, Petits Fours, Gebäck, Blechkuchenspezialitäten, Eiscreme, zarte Trüffel und von Hand gefertigte Pralinen. Der Betrieb arbeitet an der Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells auf Basis eines optimierten Fertigungsprozesses von individualisierten Schokoladenprodukten und möchte so noch mehr auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen.

Herausforderung

Das Konditoren-Handwerk steht aktuell vor enormen Herausforderungen durch sich wandelnde Märkte. Hier gilt es sich gerade im Zuge der digitalen Transformation mit innovativen Wertschöpfungsketten zu beschäftigen. Neben der Digitalisierung der Unternehmensprozesse, der Kundenkommunikation und der Produktion kommt der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle eine immer größere Rolle zu.

Ziele

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells auf Basis eines durch Digitalisierung optimierten Fertigungsprozesses von individualisierten Schokoladenprodukten. Durch die direkte Anbindung der Kunden in die Gestaltung der Produkte werden völlig neue Verkaufskanäle, Absatzregionen und Zielgruppen erreicht.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit dem Unternehmen wird in mehren Einzeldialogen eine Strategie zur Umsetzung eines onlinebasierten Geschäftsmodells erarbeitet. Von Anbeginn werden hierbei professionelle Begleiter aus der Agenturwelt eingebunden um eine spätere Umsetzung der Ergebnisse zu optimieren. Anhand von ersten Prototypen wird im Kompetenzzentrum eine digitale Produktionskette designt und getestet. Mithilfe additiver Fertigungsverfahren und dem Einsatz von Laserschneidanlagen wird eine schnelle und kostengünstige Produktion von individuellen Schokoladenformen entwickelt. Anschließen wird der Prozess mit Testkunden erprobt und Verbesserungen direkt eingepflegt. Nach der Fertigstellung des Produktionsprozesses ist die Umsetzung einer B2B-Webseite für Geschäftskunden und Agenturen geplant.

Ausblick

Am Ende des Projektes soll Geschäftskunden ein fertiger Produkt-Konfigurator die 3D-Gestaltung von Schokoladenflächen erlauben. Alle hierfür nötigen Prozesse der Produktion und Abwicklung des Shopsystems sollen zum Ende des Projektes lauffähig vorliegen. Anschließen kann mit einer Kommunikationsstrategie ein bundesweiter Marktstart erfolgen.

Projektstatus

90%

Projektlaufzeit

März 2017 – Dezember 2018

Ansprechpartner

Lukas Wieberg

Handwerkskammer Koblenz
Schaufenster Prozessdigitalisierung
August-Horch-Str. 6-8
56070 Koblenz

Tel: +49 (0)261 398-586
Mail: Lukas.Wieberg@hwk-koblenz.de

Prozessdigitalisierung durch Cloud-Anwendung – Am Beispiel eines digitalen Fuhrparkmanagements

Matthias Kneppeck

© Matthias Kneppeck

Gemeinsam mit einem auf dem Gebiet der digitalen Fertigung zeitgemäß agierenden Zahntechnik-Unternehmen, mit rund 100 Mitarbeitern, soll durch die Digitalisierung des Furhparkmanagements die Optimierung der administrativen Prozesse vorangetrieben werden.

Herausforderung

Das Zahntechnik-Handwerk ist häufig bereits führend im Bereich Digitaler Fertigung (CAD/ CAM) und steht für die fortschrittliche Kombination aus traditionellem Handwerk und moderner Technologien. Den Prozess von der digitalen Abdrucknahme, über die Verarbeitung der gescannten Daten, bis hin zur vollautomatischen Fertigung des Zahnersatzes, beherrschen Unternehmen dieses Gewerkes bereits seit Jahren.
In der nächsten Zeit soll deshalb auch die digitale Optimierung der administrativen Prozesse vorangetrieben werden. Zunächst steht eine Digitalisierung des Fuhrparkmanagements und der Disposition mithilfe einer Kombination aus Cloud-Anwendung und Hardware auf der Agenda.

Ziele

Digitales Fuhrparkmanagement und digitale Disposition durch Einführung einer Software zur Tourenplanung/ Routenoptimierung und GPS-Fahrzeugortungssystems mit Schnittstellen zum Auftragsmanagement (ERP-System) zur konsistenten Planung, Durchführung und Controlling der Kurierfahrten, Botendienste und Servicetermine.

Vorgehensweise

1. Aufnahme des IST-Prozesses (Erstellung eines operativen Prozessmodells)
Frage: Wie läuft es aktuell?

2. Schwachstellenanalyse des IST-Prozesses insbesondere auf vermeidbare Medienbrüche, manuelle Datentransfers und redundante Tätigkeiten, die jedoch noch nicht automatisiert wurden.
Frage: Was läuft nicht optimal?

3. Bedarfsanalyse auf Basis des operativen Prozessmodells
Frage: Was brauchen wir um es zu optimieren?

4. Projektplanung
Festlegung Projektziel, Projektteam und Projektstrukturplan
Frage: Was ist das Ziel? Wer hat was und wann zu tun?

5. Auswahl geeigneter Soft- und Hardware und potenzieller Partner zur Umsetzung auf Basis der Bedarfsanalyse
Frage: Welche Lösung kann das bieten und wer hilft uns bei der Umsetzung/ Implementierung?

6. Testen der ausgewählten Lösung in der Praxis
Fragen: Wie kann ich eine Testumgebung aufbauen ohne dass das operative Geschäft erheblich davon betroffen ist?

Ausblick

Ziel ist es durch die Digitalisierung der Disposition und des Fuhrparkmanagements die Prozesszeit durch wegfallende manuelle Datenübertragungen und Medienbrüche zu reduzieren. Die Prozesskosten sollen darüberhinaus durch die Reduzierung von Telefonaten zwischen Disposition und Fahrer und insbesondere durch die digitale Optimierung der Routen- und Tourenplanung gesenkt werden.

Projektstatus

60%

Projektlaufzeit

Juni 2018 – November 2018

Ansprechpartner

Lukas Wieberg

Handwerkskammer Koblenz
Schaufenster Prozessdigitalisierung
August-Horch-Str. 6-8
56070 Koblenz

Tel: +49 (0)261 398-586
Mail: Lukas.Wieberg@hwk-koblenz.de

Additive Fertigung und handwerkliches Fingerspitzengefühl

HWK für Oberfranken

© HWK für Oberfranken

Das mittelständische Unternehmen aus dem Gesundheitshandwerk beschäftigt rund 165 Mitarbeiter und stellt mit zahlreichen Orthopädiewerkstätten und Sanitätsfachgeschäften in ganz Ober- und Mittelfranken die wohnortnahe medizinische Hilfsmittelversorgung sicher. Die begrenzte Verfügbarkeit von Fachkräften in der Region und veränderte Kundenwünsche ver- anlassen das Unternehmen, neue digitale Wege einzuschlagen.

Herausforderung

Individuell angepasste Prothesen, Orthesen, und Einlagen erfordern handwerkliche Präzisionsarbeit, welche durch digitale Hilfsmittel ideal unterstützt werden kann. Nicht zu ersetzen sind hingegen das anatomische Wissen und die individuelle Betreuung des Patienten. Digitale Mess- und Produktionsschritte müssen entsprechend mit den analogen Fertigkeiten des Orthopädietechnikers verknüpft werden.

Ziele

Zeitaufwändige Arbeitsschritte bei der klassischen Herstellung von Prothesen, Orthesen und Einlagen binden die Fachkräfte stark ein. Durch die Nutzung digitaler Technik, z. B. für die Abformung von Gliedmaßen und Aufbereitung von Daten für die digitale Produktion, soll künftig der Herstellungsprozess beschleunigt und eine einhundertprozentige Reproduzierbarkeit des Produkts gewährleistet werden.

Vorgehensweise

Nachdem das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk über die Möglichkeiten der digitalen Fertigung in der Orthopädietechnik informierte und das Unternehmen diese in der Demonstrationswerkstatt testen konnte, investiert es nun in 3D-Scanner, die die Gliedmaßen kontaktlos und präzise abformen, und in weitere digitale Produktionsmitteln wie 3D-Fräsen und 3D- Drucker. So kann der gesamte Arbeitsprozess der Herstellung eines individuellen Positivmodells durchgängig digital dargestellt werden. Dies beschleunigt die Produktion und entlastet die qualifizierte Fachkraft.
Im nächsten Schritt sollen dann weitere digitale Anwendungen, von der Auftragsanlage bis hin zur Abgabe des fertigen Hilfsmittels, miteinander vernetzt werden.

Fazit

Durch den Einsatz der additiven Fertigung ergeben sich für das Orthopädie-Techniker Handwerk völlig neue Funktionalitäten, Einsatz- und Vertriebsmöglichkeiten (Internet, Apps, Smartphone, etc.).

Projektstatus

95%

Projektlaufzeit

Dezember 2016 – Dezember 2018

Ansprechpartner

Johanna Erlbacher
Kompetenzzentrum Digitales Handwerk
Schaufenster Fertigung und Automatisierungstechnologie
Kerschensteinerstraße 8
95448 Bayreuth

Tel.: +49 (0)921 910281
Mail: johanna.erlbacher@hwk-oberfranken.de

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Hopfen, Malz und digitale Technik

HWK für Oberfranken

© HWK für Oberfranken

Die Brauereilandschaft in Oberfranken ist weltweit einzigartig, in der Region gibt es über 200 Betriebe. In einer für die Region typischen Traditionsbrauerei mit vier Beschäftigten werden ein auf RFID-Technologie basierendes Warenwirtschaftssystem und eine Kundendatenbank eingeführt.

Herausforderung

RFID (RFID: engl. radio-frequency identification) ist eine bereits erfolgreich erprobte Sender- und Empfänger-Technologie auf Basis von Radiowellen. Allerdings hat eine Brauerei spezifische Anforderungen an die Transponder: Rund um die Abfüllanlagen herum ist es kalt und feucht, zudem bestehen die Fässer aus unterschiedlichen Materialen, die sich auf die Anbringung und auch auf die Datensignale auswirken.

Ziele

Durch die Verknüpfung eines Warenwirtschaftssystems mit den Kundendaten soll der jährliche Verlust von rund 40.000 Euro, der alleine durch fehlendes Leergut entsteht, minimiert werden. Die unkomplizierte und praxisnahe Handhabung des implementierten Systems entlastet zudem die Mitarbeiter von bürokratischen Alltagshandlungen.

Vorgehensweise

RFID ermöglicht es, Gegenstände automatisch und ohne Berührung zu identifizieren und lokalisieren. Entsprechend stattet die Brauerei jedes Bierfass mit einem RFID-Transponder aus, auf dem unter anderem die Biersorte, die Tranche, das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Wartungsintervall gespeichert sind. Beim Verkauf der Bierfässer werden diese mittels Transponder und Handheld (mobiler Handgerätescanner) digital erfasst, dem Kunden zugeordnet und in einem Verwaltungsprogramm hinterlegt. Spezielle Antennen an den Lagertoren registrieren zudem das Verlassen bzw. die Rückkehr der Fässer und melden dies dem Lagerprogramm, das über eine Schnittstelle mit der Kundendatenbank verknüpft ist. Kunden, die ihr Fass nach drei Wochen nicht zurückgebracht haben, bekommen automatisch eine E-Mail, in der sie um die Rückgabe gebeten werden. In dieser Erinnerungsmail ist auch ein Hinweis auf die Kosten enthalten, die die Brauerei ihnen für das Fass in Rechnung stellen würde, sollten sie es nicht zurückbringen. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk gab der Traditionsbrauerei zudem Hilfestellung zu Fragen der Wirtschaftlichkeit.

Fazit

Durch den Einsatz digitaler Hilfsmittel können die Arbeitsprozesse im Unternehmen – vom Abfüllen der Fässer über deren Lagerung bis hin zur Ausgabe und Retoure – künftig effizienter gestaltet werden. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern sorgt auch für mehr Planungssicherheit.

Projektstatus

75%

Projektlaufzeit

Dezember 2016 – September 2017

Ansprechpartner

Johanna Erlbacher

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk
Schaufenster Fertigung und Automatisierungstechnologie
Kerschensteinerstraße 8
95448 Bayreuth

Tel.: +49(0)921 910281
Mail: johanna.erlbacher@hwk-oberfranken.de

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Einführung des „papierlosen“ Büros

chombosan / Fotolia.com

© chombosan / Fotolia.com

Im Rahmen des Umsetzungsprojekts soll ein papierloses Büro sowie die Erleichterung von Arbeitsabläufen durch automatische Be- bzw. Verarbeitung von nicht unmittelbar wertschöpfenden Prozessen realisiert werden. Das hat sich die ehemalige Maschinenbauschlosserei mit ihren 12 Mitarbeitern, die mittlerweile private und gewerbliche Kunden im Bereich der Sicherheitstechnik betreut, vorgenommen.

Herausforderung

Bisher wurden lediglich Teilbereiche des Unternehmens wie die Finanzbuchhaltung oder die Warenwirtschaft digitalisiert. Die unsystematische Durchführung von Einzelmaßnahmen führte jedoch zu Schnittstellenproblemen und Medienbrüchen bei Arbeitsabläufen im Unternehmen. Die Folge: unerwünschte Redundanzen bei der Erfassung von Kundendaten bzw. deren vollständiger Verlust. Ferner steigt die Komplexität in den Kundenprojekten, vor allem bei größeren gewerblichen Kunden. Das hat zur Folge, dass Themen wie Projektplanung und Projektcontrolling zunehmende Bedeutung für das Unternehmen gewinnen. Darüber hinaus haben sich die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Serviceangebote, Bearbeitungs- und Lieferzeiten sowie Wartungs- und Notfalldienstleistungen in den vergangenen Jahren verändert. Diese und weitere Aspekte haben das Unternehmen dazu bewogen einen neuen, digitalen Weg zu gehen und die Möglichkeiten der digitalen und mobilen Informationsverarbeitung zu nutzen.

Ziele

Durch die Optimierung der unternehmensinternen Datenerfassung sollen die Arbeitsabläufe vereinfacht und effzienter gestaltet werden. Alle Arbeitsabläufe und Unterstützungsprozesse, die nicht direkt die handwerklichen Tätigkeiten betreffen, sollen durch die geplanten Digitalisierungsmaßnahmen im Unternehmen optimiert werden. Mit der Reduzierung von Schnittstellenproblemen und Medienbrüchen sollen künftig ein geringerer Datenverlust und eine schnellere Informationsweitergabe ermöglicht werden. Über eine umfassende Prozesstransparenz in nahezu allen Unternehmensbereichen (z.B. Beschaffung, Angebotserstellung, Bestandsführung, Projektplanung und Wartung) soll eine bessere Koordination der vorhandenen Ressourcen auf Basis einer professionellen elektronischen Ressourcenplanung erreicht, eine nachhaltige Kostenersparnis erzielt, mehr Transparenz gegenüber den Kunden und damit langfristig die Kundenzufriedenheit erhöht werden.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Projekts wird eine bereits in Teilen vorhandene Enterprise-Resource-Planning-Lösung (kurz: ERP) um zusätzliche Komponenten erweitert, so dass sämtliche Projektschritte – von der Kundenanfrage bis zur Rechnung und deren Verbuchung – digitalisiert werden können. Damit lassen sich die Geschäftsabläufe auf einen Blick erfassen und der aktuelle Stand eines Projekts kann jederzeit nachverfolgt werden.

Um auch die Einsatzdaten der Techniker erfassen zu können, werden diese mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Somit lassen sich Fahrtzeiten und Fahrtwege automatisch aufzeichnen sowie Lieferscheine, Kundenau räge und Wartungsprotokolle unkompliziert und schnell erstellen. Die Übermittlung der Daten erfolgt dabei unmittelbar und ohne Umwege in das ERP-System des Unternehmens.

Projektstatus

95%

Projektlaufzeit

August 2017 – Juni 2018

Ansprechpartner

Ulrich Goedecke

Handwerkskammer Dresden
Schaufenster Geschäftsmodelle
Am Lagerplatz 8
01099 Dresden

Tel: +49 (0)351 4640-475
Mail: kdh@hwk-dresden.de

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Einsatz von Virtual Reality bei der Kundenbetreuung im Fliesenlegerhandwerk

nazarovsergey / Fotolia.com

© nazarovsergey / Fotolia.com

Der Meisterbetrieb des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerks sowie des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks beschäftigt 33 Mitarbeiter und ist sowohl im Privatkundengeschäft (Neubauten, Altbausanierungen) als auch im gewerblichen Bereich sowie als Partner für Bauträger tätig.

Herausforderung

Im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk wie auch im Luftheizungs- und Ofenbauerhandwerk erfolgen Beratung und Verkauf bisher wesentlich über dazu eingerichtete Ausstellungen. Bei der meist längerfristigen Gestaltung der Ausstellungen können weder die Vielfalt der Produkte noch die individuellen Anforderungen des Kunden berücksichtigt werden. Der Einsatz digitaler Präsentationsmöglichkeiten soll zukünftig Vorteile für den Betrieb und die Kunden bringen.

Ziele

Das analoge Geschäftsmodell, hier der Verkauf und Verlegung von Fliesen und Designböden sowie der Verkauf und die Montage von Kachel- und Kaminöfen, soll mit den Möglichkeiten der digitalen Welt verknüpft werden. Beratung, Verkauf aber auch Auftragsbearbeitung und -umsetzung werden über den Einsatz von Virtual-Reality-Technologien (VR) erleichtert und verbessert, indem neue, digitale Präsentations- und Kommunikationsmöglichkeiten für den Kunden entstehen. Ein wesentliches Projektziel ist die Erweiterung der bestehenden Kundenbasis sowie die Erschließung neuer Zielgruppen, z.B. sehr technikaffine Menschen wie „Digital Natives“. Für die Auftragsbearbeitung und -umsetzung werden über eine weitestgehend medienbruchfreie Gestaltung der Prozesse ein Effizienzgewinn und eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit angestrebt.

Vorgehensweise

Durch die bedarfsgerechte Anpassung einer marktverfügbaren Software-Lösung soll es ermöglicht werden, die individuellen Grundrisse von Bauvorhaben digitalisiert in das System zu überführen. Beispielsweise werden virtuelle Anpassungen des Wand- und/oder Bodenbelages (bzw. des Ofens) per Mausklick während des Beratungsvorgangs möglich sein.

Mithilfe von VR-Brillen wird dem Kunden dann seine individuelle Fliesen-/Ofenlösung direkt bei ihm zu Hause präsentiert. Die Beratung findet dann auch vor Ort statt, der physische Besuch einer Ausstellung ist für den Kunden nicht mehr zwingend nötig. Dies spart Zeit und schont die Umwelt.
Über den Einsatz im Projektverlauf auszuwählender, laserbasierter Messmethoden (Punktwolke) wird ein digitales Aufmaß erzeugt, welches die Basis für die Virtualisierung der Vor-Ort-Situation bildet. So wird das analoge Aufmaß ersetzt, der Prozess effizienter und eine erhebliche Fehlerquelle (Aufmaß- und Übertragungsfehler) ausgeschaltet.

Ausblick

Am Ende des Projekts steht idealerweise ein vollständig digitalisierter Auftragsanbahnungs-, Planungs- und Umsetzungsprozess. Die Web-Präsenz des Unternehmens wie auch die Social-Media-Aktivitäten sind auf die mit der VR-Technologie gegebenen Möglichkeiten anzupassen.

Projektstatus

30%

Projektlaufzeit

September 2017 – Dezember 2018

Ansprechpartner

Reiner Holtz

Rainer Holtz
Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V.
Schaufenster Informations- und Kommunikationstechnologie
Donnerschweer Str. 184
26123 Oldenburg
Tel: +49 (0)441 34092-280
Mail: r.holtz@BFE.de

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„Digitale Projektakte“ für Errichter und Nutzer von Einbruch- und Brandmeldeanlagen

Wax / Fotolia

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Das Handwerksunternehmen mit 15 Beschäftigten ist ein Fachbetrieb der Elektrotechnik, zu dessen Kunden, im Bereich der Errichtung von Gefahrenmeldeanlagen, Kureinrichtungen, Altenheime, Schulen und Gewerbebetriebe zählen.

Herausforderung

Da Betreiber von Brandmelde- und anderen sicherheitstechnischen Anlagen zukünftig hinsichtlich Wartung und Instand- haltung schnell und unkompliziert über den aktuellen Stand ihrer Gefahrenmeldeeinrichtungen informiert sein müssen, sind diese stark an einer digitalisierten, manipulationssicheren und tagesaktuellen Dokumentation interessiert, auf die sie auch selbst jederzeit Zugriff haben.

Ziele

Mit der Entwicklung und Vermarktung einer „Digitalen Projektakte“ zielt der Fachbetrieb auf eine Festigung und weitere Verbesserung seiner Wettbewerbsposition in diesem Marktsegment ab und beabsichtigt sein Geschäftsfeld im Bereich der Gefahrenmeldeanlagen auszubauen.
Die „Digitale Projektakte“ dient der Dokumentation und Archivierung der Kundenaufträge und der Möglichkeit des Zugriffs mittels mobiler Endgeräte. Hierdurch soll eine regelmäßige Wartung durch Fernzugriff ermöglicht werden, wodurch Fahrzeiten minimiert und somit lange Reaktionszeiten im Störungsfall reduziert werden. Darüber hinaus können die innerbetrieblichen Abläufe vereinfacht werden, da der Fachbetrieb momentan pro Projekt/Kunde drei papiergebundene Projektakten für Auftraggeber, Projektkoordination und Servicetechniker führt. Die vollständige Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist zugleich Voraussetzung für die zu entwickelnde Dienstleistung, stärkt aber über die betriebsinterne technikbasierte Organisationsentwicklung auch die Innovationskraft des Betriebes insgesamt.

Vorgehensweise

Zunächst wird die Ordner- und Dateistruktur der digitalisierten Projektakte festgelegt, Hard- und Softwareauswahl vorgenommen und anschließend der Prozess in einem mehrstufigen Prüfverfahren bis zur Praxistauglichkeit entwickelt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Implementierung eines umfassenden IT-Sicherheitsprozesses inkl. der Bestimmung eines IT-Sicherheitsbeauftragten, da im Vorhaben sehr sensible Daten verarbeitet werden müssen. Durch die Möglichkeit eines mobilen Zugriffs der Servicetechniker und des Projektkoordinators wird kontinuierlich geprüft, welche Aspekte Einfluss auf den Gesamtprozess haben und welche Anpassungen erforderlich sind. Durch langjährige Erfahrungen mit Planung, Ausführung und Wartung von Gefahrenmeldeanlagen wird das fundierte Fachwissen der Fachkräfte im Unternehmen genutzt, so dass die Entwicklung und erfolgreiche Einführung der digitalen Projektakte erhebliche Vorteile sowohl für das Unternehmen als auch für die Kunden bringen wird.

Ausblick

Neben den technischen Voraussetzungen werden auch die Prozesse in diesem Geschäftsfeld den neuen Anforderungen anzupassen sein. Die Beschäftigten im Unternehmen werden schrittweise in die vollständig digitalisierte Arbeitsumgebung eingearbeitet. Ergänzend wird ein IT-Sicherheitsprozess im Unternehmen entwickelt und implementiert werden.

Projektstatus

60%

Projektlaufzeit

Dezember 2016 – Dezember 2018

Ansprechpartner

Rainer Holtz
Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V.
Schaufenster Informations- und Kommunikationstechnologie
Donnerschweer Str. 184
26123 Oldenburg

Tel: +49 (0)441 34092-280
Mail: r.holtz@BFE.de

Projektbeschreibung als PDF

Zentralverband des Deutschen Handwerks Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. Bildungszentren des Baugewerbes e. V. Handwerkskammer Koblenz Handwerkskammer Dresden Handwerkskammer Oberfranken