Mitarbeitende unterstützen, schützen, weiterbilden und zu effizienter Arbeit befähigen.
Klicken Sie auf ein Thema, um mehr über die Vorteile für Ihren Betrieb, konkrete Anwendungsbeispiele und die Schritte zur Umsetzung zu erfahren. Mehr Digitalisierungsthemen finden Sie in der Übersicht nach Themenbereichen.
Digitale Gefährdungsunterweisung:
Arbeitsunfälle vermeiden
Digitale Kontrolle der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA):
Zustand und korrekte Nutzung der PSA überwachen
Exoskelette:
körperliche Belastungen reduzieren
Messenger-Dienste:
schnelle und direkte Kommunikation ermöglichen
Mobile Zeiterfassung:
Arbeitszeiten flexibel und mobil erfassen
Als vorbeugende Maßnahme zur Vermeidung von Arbeitsunfällen sind Unterweisungen wichtig und vorgeschrieben. Inzwischen gibt es viele digitale Möglichkeiten zur Unterweisung, Verwaltung von Zertifikaten und zum Nachhalten von entsprechenden Terminen für jeden einzelnen Mitarbeitenden.
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb
Die Gefährdungsunterweisung ist ein wesentlicher Baustein im Arbeitsschutz und dient dazu, Mitarbeitende über mögliche Gefahren am Arbeitsplatz sowie über entsprechende Schutzmaßnahmen zu informieren.
Dabei geht es nicht nur um den sicheren Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, sondern auch um das Bewusstsein für Risiken und das richtige Verhalten im Notfall. So sollen Unfälle vermieden und die Gesundheit aller Beteiligten geschützt werden.
Gemäß Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, seine Beschäftigten regelmäßig und anlassbezogen über mögliche Risiken und Schutzmaßnahmen zu unterweisen. Diese Schulungen und Seminare müssen jedoch nicht zwangsläufig im persönlichen Kontakt stattfinden.
Hier können elektronische Helfer zum Einsatz kommen, ob als Software für den PC oder als Online-Portal. Diese ermöglichen, dass Mitarbeitende, wann immer sich mal eine Zeitlücke findet, die Schulung durchführen können. Der Aufwand für die Organisation und die Arbeits-Ausfallzeiten werden so deutlich reduziert.
Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Unterweisungen digital durchgeführt werden dürfen. So wird zum Beispiel in der Gefahrstoffverordnung ausdrücklich eine mündliche Unterweisung gefordert. Auch die DUGV-Vorschrift 1 fordert bei der PSA (Persönliche Schutzausrichtung) eine „…Unterweisungen mit Übungen …“.
Werkzeuge und Zubehör zur Umsetzung
Für eine effektive digitale Gefährdungsunterweisung gibt es verschiedene multimediale Helfer wie Videos, Präsentationen oder interaktive Software, die verschiedene Aspekte der Unterweisung visualisieren und veranschaulichen. Häufig ist ein Notebook notwendig.
Anwendungsbeispiele
Digitale Unterweisungen sind unter anderem in folgenden Bereichen möglich:
Strategie zur Umsetzung
Das ist zu tun, um digitale Gefährdungsunterweisungen im Betrieb zu nutzen:
Die Art und Weise der Verwendung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Doch die beste Schutzausrüstung hilft nicht, wenn sie nicht getragen wird oder man sie im Arbeitsalltag vergisst. Digital kann die PSA-Nutzung geprüft oder reglementiert werden.
Anwendungsfälle:
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb
Bei der PSA-Kontrolle handelt es sich zum Beispiel um ein Portal, das die persönliche Schutzausrüstung (PSA) beim Eintritt auf die Baustelle überprüft. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass derjenige/diejenige welche(r) Zutritt auf die Baustelle erhalten möchte, auch die notwendige persönliche Schutzausrüstung, die vor gesundheitlichen oder sicherheitsbedingten Risiken schützen soll, bei sich führt. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit die PSA, wenn diese mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist, auf einen einwandfreien Zustand zu überprüfen. Die Prüfung, ob die PSA auch getragen wird, kann visuell erfolgen und so der optimale Schutz für die Arbeitenden sichergestellt werden. Aber auch eine Überprüfung, ob die PSA für den Gebrauch freigegeben ist, ist möglich.
Werkzeuge und Zubehör für die Umsetzung
Die Werkzeuge für die Durchführung einer PSA-Kontrolle sind ganz unterschiedlich. Hierbei kommen RFID-Technik oder Sensoren zum Einsatz, die im Portal oder auf der Baustelle verbaut werden sowie die dafür notwendigen Lesegeräte. Oder diese erfolgt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wichtig ist, dass vorab definiert werden muss, wer welche PSA zu welchem Zeitpunkt tragen muss.
Anwendungsbeispiele
Es gibt unterschiedliche Einsatzgebiete für die digitale PSA- Kontrolle: zum einen geht es um die Überprüfung, ob die PSA für den jeweilige Gebrauch freigegeben ist und damit auch um die gesetzlichen Dokumentationspflichten. Ein weiteres Gebiet ist der Einsatz von beispielsweise smarten Schutzhelmen und -brillen, um zu kontrollieren, ob die Beschäftigten die richtige Schutzkleidung tragen. Nur wenn dies zutrifft, bekommen sie Zugang zur Baustelle. Darüber hinaus kann die PSA auf ihre Gebrauchstauglichkeit überprüft werden. Aber auch, ob diese am jeweiligen Einsatzorten ordnungsgemäß zum Einsatz kommt.
Strategie zur Umsetzung
Die Implementierung von PSA-Kontrollen trägt maßgeblich dazu bei, die Sicherheit der Beschäftigten im Handwerksbetrieb zu gewährleisten und den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Es gilt dabei, einen kontinuierlichen Prozess zu etablieren, der sich fest in den betrieblichen Ablauf integrieren lässt. Die jeweilige Strategie der Umsetzung ist abhängig von der umzusetzenden Variante der PSA-Kontrolle und kann hier nicht für alle Varianten beschrieben werden. Wichtig ist hier jedoch auch, dass alle Personen, die mit dem Werkzeug arbeiten sollen, vor der Umsetzung im Betrieb eine Schulung zum Einsatz und der Anwendung benötigen.
Exoskelette werden wie ein Kleidungsstück angezogen. Sie stützen und entlasten den menschlichen Körper, indem sie seine Muskelkraft mechanisch verstärken. Sie erleichtern anstrengende Arbeiten, etwa beim Heben schwerer Lasten oder beim Arbeiten über Kopf. So werden Arbeitsunfälle vermieden und die Gesundheit erhalten.
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb
Exoskelette sind tragbare Strukturen, die den Körper bei schweren Tätigkeiten unterstützen und entlasten. Darunter fallen beispielsweise Hebe- und Tragetätigkeiten, vornübergebeugtes Arbeiten, Arbeiten in der Hocke und Arbeiten über Kopfhöhe.
Die Systeme steigern in der Regel nicht die Leistung, sondern schützen die TrägerInnen vor Überlastung und erhalten so die Gesundheit. Exoskelette bringen den Entlastungseffekt direkt zum Menschen, unabhängig davon, wo er sich gerade aufhält. Bei Exoskeletten stehen die natürlichen Bewegungsabläufe des Menschen im Fokus.
Um bestmögliche körperliche Entlastung, hohe Bewegungsfreiheit und eine kompakte Bauweise zu erreichen, ist jedes Exoskelett auf eine bestimmte Art von Tätigkeit zugeschnitten. Die Unterstützung konzentriert sich dabei auf eine konkrete Körperregion wie Schultern, Rücken oder Beine.
Häufig kommen leichte, textile und flexible Elemente direkt am Körper zum Einsatz, die die Krafteinwirkung von empfindlichen zu robusteren Körperregionen umlenken. Auch wenn unterschiedliche Exoskelette den gleichen Teil des Körpers entlasten, so geschieht dies oft auf verschiedene Art und Weise. Die einen legen den Fokus auf maximale Flexibilität und Bewegungsfreiheit, andere halten den Körper durch eine Stützstruktur in einer ergonomischen Haltung.
Themenheft: Exoskelette im Handwerk
Video: https://www.youtube.com/watch?v=Eiy39C-iGXk
Werkzeuge und Zubehör zur Umsetzung
Das Exoskelett als solches ist das jeweilige Werkzeug. Es kann unterschiedliches Zubehör für den jeweiligen Einsatz geben.
Anwendungsbeispiele
Die Beispiele unterschieden sich nach der Art und Weise des jeweiligen Einsatzes, bei dem die Mitarbeitenden entlastet werden. Hierzu gehört das Überkopfarbeiten, Heben, Tragen, vornübergebeugtes Arbeiten, Arbeiten in der Hocke, langes Stehen bis hin zu bestimmten Greifbewegungen.
Strategie zur Umsetzung
Die Auswahl an Exoskelette, die im Handwerksalltag unterstützen können, ist groß. Sowohl für alltägliche Arbeiten als auch für viele Spezialfälle stehen passende Systeme bereit. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie das Exoskelett auswählen, das optimal zu Ihrem Betrieb passt:
Im Prinzip sind Messenger-Dienste die Weiterentwicklung der SMS. Nahezu in Echtzeit können Nachrichten, Fotos, Videos und andere Dokumente über das Internet versandt werden. Bekannte Messenger sind WhatsApp, Ginlo, Signal, Skype, Telegram, Threema, Wire usw.
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb
Messenger-Dienste sind Apps oder Software-Lösungen, mit denen in Echtzeit einfach und direkt Nachrichten, Bilder und Dokumente übersendet werden können. Sie bieten oft auch die zusätzliche Funktion der Videotelefonie für einfache Gespräche oder Konferenzen.
Sie sind nützlich, um schnell mit Teammitgliedern, Kunden und Lieferanten zu kommunizieren, unabhängig davon, wo sich jeder gerade befindet. Mit der Fähigkeit, Gruppenchats zu erstellen, können Teams effektiv zusammenarbeiten, während Einzelchats dazu genutzt werden können, spezielle Angelegenheiten oder Kundenanfragen bilateral zu klären.
Werkzeuge und Zubehör zur Umsetzung
Die Nutzung eines Messenger-Dienstes erfordert in der Regel ein internetfähiges Gerät und eine Internetverbindung. Datenschutzrechtliche Aspekte spielen eine größere Rolle bei der Auswahl eines Messenger-Dienstes. Benötigt werden ein Smartphone und der Messenger-Dienst – also die Messenger-App. Das sind Dienste wie WhatsApp, Ginlo, Signal, Skype, Telegram, Threema, Wire usw., die jeweils eigene Funktionen und Sicherheitsoptionen bieten.
Anwendungsbeispiele
Messenger-Dienste haben das Ziel, die Kommunikation zwischen Benutzern zu erleichtern und zu verbessern, indem sie eine Vielzahl von Funktionen und Medien für den Informationsaustausch in Echtzeit bereitstellen. Datenschutz und Sicherheit spielen dabei eine wichtige Rolle, um das Vertrauen der Benutzer zu gewährleisten. Die Möglichkeiten eines Messenger-Dienstes sind:
Strategie zur Umsetzung
Hier sind einige Schritte für die Nutzung von Messenger-Diensten:
Keine Zettelwirtschaft mehr! Eine mobile Zeiterfassung ermöglicht es, die erbrachten Stunden und Leistungen der Mitarbeitenden ortsunabhängig zu erfassen und zu dokumentieren.
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb
Bei der mobilen Zeiterfassung werden mobile Technologien genutzt, um die Arbeitszeit von Mitarbeitenden digital aufzuzeichnen und zu verwalten. Für Handwerksunternehmen bedeutet dies, dass die Handwerker vor Ort, beispielsweise auf einer Baustelle, ihre Arbeitszeit mittels eines mobilen Geräts, wie einem Smartphone oder Tablet, erfassen können.
Dies eliminiert die Notwendigkeit, Arbeitszeiten manuell zu notieren und später in ein System eintragen zu müssen. Die mobile Zeiterfassung ist sowohl für das Personal als auch für die Verwaltung effizienter und genauer.
Die mobile Zeiterfassung ermöglicht eine präzise Aufzeichnung der Arbeitszeit, minimiert Fehler und erleichtert die Nachverfolgung von Überstunden und Pausen. Sie unterstützt somit bei der Lohnabrechnung und Projektkalkulation, indem sie transparente und genaue Daten zur Verfügung stellt.
Werkzeuge und Zubehör für die Umsetzung
Um ein mobiles Zeiterfassungssystem einzurichten, benötigen Handwerksunternehmen zunächst eine Software oder App, die auf mobilen Endgeräten installiert wird. Es gibt verschiedene Anbieter solcher Software, die unterschiedliche Funktionen und Anpassungsoptionen bieten.
Neben der Software werden mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets benötigt.
Anwendungsbeispiele
Strategie zur Umsetzung
Bei der Einführung eines mobilen Zeiterfassungssystems können Sie folgendermaßen vorgehen:
Ansprechpartner
Stephan Blank
Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH)
Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk
Tel. 030 20619 268
E-Mail blank@zdh.de